SZ

….Söder hat sich zu einer Art Superspreader für allzu schnelle Ideen entwickelt. Schon damit liefert er selbst täglich neue Belege, wie notwendig für unruhige Regierungschefs eine stärkere Kontrolle sein kann. Er wirkt allzu verliebt in die Idee, sich als eine Art Deichgraf in der Not für höhere Aufgaben zu empfehlen. Dabei lädt die traurige Corona-Bilanz in Bayern mit vergleichsweise vielen Infektionen und Toten nicht dazu ein, sich Rat von ihm zu wünschen. So falsch es sein dürfte, ihm diese Bilanz anzulasten, so unangebracht waren seine Belehrungen gegenüber anderen. Diese Krise ruft nicht nach vermeintlichen politischen Helden, die je nach politischer Tageslage einen Alleingang im föderalen System verkünden oder – wie Söder es jetzt tat – ein Stück Föderalismus zur Disposition stellen……

(SZ 21.10.)

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