SZ

Der Kapitalismus-Versteher und Merkel-Verächter Merz ist bei den meisten Grünen ungefähr so beliebt wie Hackepeter bei Veganern. Strategisch allerdings könnte es den Grünen nützen, würde Merz CDU-Chef und Kanzlerkandidat, so ihr Kalkül. Wer flaue Witze über Frauen reiße und mit kalter Besserwisserei daherkomme, vergraule genau die Wählergruppen, die schon im Bayernwahlkampf von der CSU zu den Grünen gelaufen seien: liberale Konservative, urbane Bildungsbürger, weltoffene Christen, Frauen……(SZ 15.02.)

SZ (30.01.)

Gott sei’s geklagt, die harten Hunde haben es schwer im modernen Fußball, wo längst Ballstreichler wie Messi und Schönlinge wie Cristiano Ronaldo den Ton angeben. Wie mitreißend war dagegen der gute alte Testosteron-Fußball, bei dem Männer wie „Katsche“ Schwarzenbeck oder die eisenharten Förster-Brüder den Platz beackerten und Hans-Peter Briegel, die „Walz aus der Pfalz“, alle Gegner über den Haufen rannte bei seinem Geradeaus-Sprint bis zur Eckfahne, wo ihn dann ein Helfer in die andere Richtung drehen musste. Eines Tages hat man all diese ehrlichen Kämpfer als Rumpelfüßler und Klopper denunziert, obwohl sie stets und oft vergeblich bestrebt waren, selbst ihren größten Feind, den Ball, pfleglich zu behandeln. Man muss ihnen Abbitte leisten. Sie haben unser Leben bereichert. Wir haben mitgelitten, wenn ihnen der Ball versprang, und stets gingen wir mit dem erhebenden Gefühl aus dem Stadion: Das kann ich auch.